Pimp your Bike! Zubehör und Upgrades für mehr Spaß, Komfort und Sicherheit

11. Februar 2020
Fahrraeder

Von Satteltasche bis Fahrradcomputer: mit hochwertigem Zubehör wird dein Fahrrad, praktischer, komfortabler und neuerdings auch „smarter“

Hochwertigem Zubehör

Von Satteltasche bis Fahrradcomputer: mit hochwertigem Zubehör wird dein Fahrrad, praktischer, komfortabler und neuerdings auch „smarter“

Über die letzten Jahre und Jahrzehnte wird das Fahrrad in der Verkehrspolitik immer wichtiger – kaum noch eine Stadt, die nicht konsequent auf Rad-Infrastruktur setzt. Gleichzeitig gehen immer mehr technische Errungenschaften aus dem Auto aufs Fahrrad über, und bringen die Zweirad-Technik entscheidend voran – dabei muss man noch nicht mal an den Boom der E-Bikes denken. Es begann vor etlichen Jahren mit Scheibenbremsen und Nabendynamos (endlich eine geschützte und zuverlässige „Lichtmaschine“) und setzt sich vor allem bei Sicherheit und Komfort fort.

Moderne, hochwertige Fahrräder sind heute schon „ab Werk“ viel besser ausgestattet als  vergleichbare Modelle im Jahr 2000. Und im Vergleich zu damals gibt es viel mehr Zubehör, das einen echten Mehrwert, ein „Upgrade“, bietet.  Der Trend zum Fahrrad tut also nicht nur den Städten (bessere Luft, weniger Staus) und den Fahrern (bessere Fitness, gern auch bessere Laune) gut. Sondern er beflügelt eine ganze Industrie bei der Entwicklung: mehr Ideen, mehr Auswahl, höherer Qualitätsstandard. 


Licht

Autos haben selbstverständlich Bremslicht und Blinker. Beides ist für Fahrräder nicht vorgeschrieben, aber recht offensichtlich sinnvoll. Denken wir nur an eine stark (und zügig) befahrene Route vom Typ „Rad-Autobahn“, wie es sie hoffentlich bald noch viel mehr geben wird: nicht schlecht, wenn dir ein kommendes Überhol- oder Abbiegemanöver optisch angezeigt wird. Eine zeitgemäße Fahrradelektrik, ob über Dynamo oder Akku, ist damit sicher nicht überfordert. Nicht einmal mit Vorderlampen, die wie beim Auto zwischen Fern- und Abblendlicht umschaltbar sind. Wer gelegentlich im Dunkeln über Land fährt, wird das als Offenbarung empfinden.

 Systemlösungen in dieser Richtung sind nicht billig und nur im Hochpreissegment von vornherein eingebaut (und dort eher bei E-Bikes). Wenn Dir Sicherheit - und auch gefühlte Sicherheit - wichtig ist: lass Dich beraten, oder schau dich im Internet um.


Assistenz-Systeme

Autofahrer haben sich daran gewöhnt, alle möglichen Informationen über Sensoren und aus dem Internet präsentiert zu bekommen. Fahrräder ziehen auch in diesem Bereich nach, manchmal vielleicht an der Grenze des Sinnvollen. So gibt es von mehreren Herstellern  Rückwärts-Kameras: technisch wie eine kleine Action-Cam, die das Bild des Verkehrs hinter dir auf ein Display am Lenker spielt. Die Firma Garmin geht noch einen Schritt weiter: ein Radarsystem (kombiniert mit einer Rückleuchte) erkennt sich nähernde Fahrzeuge schon in über 100 Meter Entfernung und zeigt das über ein Balkendiagramm an. Das Problem dabei kannten schon Besitzer eines Lenker-Rückspiegels, die vor Jahrzehnten mal verbreitet waren – die Konzentration wird vom Voraus-Blick abgelenkt, und man fragt sich auch, wie der Fahrer denn auf Autos von hinten reagieren soll. Vorsichtshalber rechts ranfahren und anhalten?


Navi und Fitness-Tracker

Hersteller von Fahrrad-Computern für die Lenkstange werden aus zwei Richtungen bedrängt: die Funktionen Navigation und Information (über Leistung, Strecke und was man sonst noch so messen kann) können sowohl von Smartphones als auch von Fitness-Trackern („Sport-Uhren“) geleistet werden. Vielleicht nicht so gut abgestimmt und leicht bedienbar wie ein Spezial-Computer, dafür aber mit anderen nützlichen Funktionen – Internet und Telefon im einen Fall, umfangreiche Körperdaten im anderen. Der Markt für Sport-Informationssysteme ist stark in Bewegung und unübersichtlich, auf der positiven Seite gibt es viel Innovation. Bluetooth spielt eine immer größere Rolle, um Daten zwischen Lenker-Display und einer Smartphone-App auszutauschen.

Der Funkstandard Bluetooth hält gerade auch bei den Schlössern Einzug: Statt (oder neben) eines Schlüssels öffnet ein Signal von der App das Schloss, gern verbunden mit einem Alarmsystem.


Packtaschen und Camping

Fahrradtaschen sollen leicht, stabil, regendicht und gut in der Handhabung sein. Neuere Modelle haben gern ein gesichertes Spezialfach für einen Ersatz-Akku, aber damit ist das Thema keineswegs ausgereizt. Eine wirklich smarte Idee ist der Rad-Trolley (B&W B3 Bag): eine normale Packtasche, die mit ausziehbarem Griff und kleinen Rädern zum Rollköfferchen wird.

Ausrüstung für Touren war schon immer auch eine Sache für Tüftler, die feine Lösungen für kleine Zielgruppen vermarkten. Der Trend zu Anhängern (oft, aber nicht nur an E-Bikes gekoppelt) eröffnet da ganz neue Möglichkeiten: etwa die Antwort auf den Falt-Caravan bei Autos. „Gentletent“ heißt „Microcaravan“, der sich über dem flachen Anhänger aufpumpt und ein Luxus-Campinggefühl vermitteln soll.

Übrigens: „Pimpen“ geht auch ohne blinkende oder funkende Gadgets. Rad-Mechaniker wissen, was oft viel zu spät oder gar nicht ausgetauscht wird: Bremszüge, Bremsbeläge, Ketten. Und das schnellste Upgrade kostet nichts, dauert ungefähr 20 Sekunden – und wird, wie man auf den Straßen leicht erkennt, doch so oft nicht angewendet: Aufpumpen! Aber sogar das geht mit einem Gadget, ein Mini-Kompressor mit Mini-Akku.

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