10 Tipps für mehr Spaß mit deinem Rad

28. Mai 2019
Stadtrader Transporter Fahrrad Fahrraeder

1. Hol’ tief Luft!

Es gibt darüber keine Erhebungen, aber hier reicht der bloße Augenschein auf der Straße. Viele, sehr viele Radler sind mit zu wenig Luft unterwegs. Reifen verlieren nun mal Luft, schneller oder langsamer. Warum das bisschen Mühe gescheut wird – egal. Es läuft so viel besser mit prallen Reifen. Du brauchst dafür keine Pumpe mit Manometer (Messgerät für Druck). Wenn es sich fest und gut anfühlt, stimmt es schon. Je härter, desto weniger Rollwiderstand, aber auch weniger Federung. Wer immer mal aufs Kopfsteinpflaster muss, wird es etwas (etwas!) weicher und komfortabler mögen. Übrigens: bei Luftpumpen lohnen sich ein paar Euro mehr. Die halten länger, die Adapter passen genau, und das Pumpen geht leichter.

2. Trau dich auf’s Gleis!

Nahezu überall erlauben die Bahnen und Züge (manchmal auch Busse) die Mitnahme von Rädern, mit zeitlichen Einschränkungen. Das erweitert deinen Spielraum auf Arbeitswegen oder Touren enorm. Du scheust die  Unbequemlichkeiten, vielleicht böse Blicke und Platzgerangel? Wer das öfter macht, wird dir sagen: halb so schlimm. Die Leute sind eher nett, helfen sogar und nehmen Rücksicht. Wenn du es auch tust...

3. Lass’ dich motivieren!

Das Thema ernährt einen ganzen Berufsstand: Trainer, Coaches, Speaker für Motivation. Man weiß, dass es sehr unterschiedliche Typen gibt. Bezogen aufs Rad fahren mit sportlichen und gesundheitlichen Zielen: Der eine kann sich antreiben, indem er Kilometer-Ziele pro Woche oder Monat festlegt und mit seinem Fahrradcomputer exakt abarbeitet. Der andere braucht attraktive Ziele, ein Waldlokal, ein renoviertes Fachwerkhaus. Der Dritte mag nicht allein rausfahren und sucht Partner. Du wirst auch ohne Coach in etwa Wissen, was dich motiviert. Entscheidend, dass du dir darüber bewusst wirst, wenn du einen Anschubser brauchst.

4. Finde Partner!

Gerade bei längeren Ausfahrten ist es schöner, nicht allein zu sein. Die Partnersuche für die Tour zu erleichtern, gehört zu den segensreichen Aktivitäten des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC).  Die örtlichen Untergruppen organisieren Gruppen-Ausflüge (wirkliche viele und schöne!), oft begleitet von dafür ausgebildeten Tourenleitern. Das kostet einen kleinen Betrag. Außerdem unterhält der ADFC eine Mitradel-Zentrale für längere Fahrten.

5. Prüf dein Licht!

Die Beleuchtung ist nach den Bremsen das zweitwichtigste Sicherheits-Feature am Rad. Trotzdem trifft man in Dämmerung und Dunkelheit so viele Blind-Flieger, dass man es kaum glauben mag. Dabei sind die Lichtanlagen – durch LED-Technik und Nabendynamos – um Längen besser und zuverlässiger als früher. Und seit Aufsteck-Lampen mit Batterie oder Akku zulässig sind, gibt es keinen Grund mehr, das Risiko für dich und andere einzugehen.

6. Keine Scheu vor Funktionskleidung!

Wie der Name verspricht, sind diese Klamotten perfekt für einen Zweck. Wasserabweisend nach innen, durchlässig nach außen. Schützen vor Wind, sitzen körpernah und schränken die Bewegung nicht ein. Funktionskleidung macht Rad fahren besser. Wenn sie nicht – finden viele – so furchtbar aussähe. Falls du dazu gehörst: schau dir noch mal an, was es so gibt. Die Auswahl ist endlos, es wird etwas für dich dabei sein. Reflektierende Flächen und grelle Farben können Leben retten!

7. Flick’ das Loch!

Es ist verblüffend, wie viele prächtige Fahrräder lange – oder gar ganz – stillgelegt werden, weil ein Reifen platt ist. Wenn niemand privat für die Reparatur „zuständig“ ist, bleibt der Weg in die Werkstatt. Der ist umständlich, vielleicht auch etwas peinlich? Wenn du es nicht kannst: es ist nie zu spät. Ja, es ist Fummelarbeit, und die Hände werden schmutzig. Aber es geschafft zu haben, gibt ein gutes Gefühl. Anleitungen gibt es genug, Gute erkennst du daran, dass sie genau beschreiben, wie lange die Gummilösung antrocknen muss. Eltern: zeigt es euren Kindern. Wenn ihr damit nicht zu lange wartet, haben sie sogar Spaß daran. Außerdem gibt es Reifen, die durch eine verdickte Lauffläche einen Platten unwahrscheinlicher machen. Kleine spitze Sachen dringen einfach nicht zum Schlauch durch. Und falls doch: flick’ das Loch!

8. Werd’ nicht wütend!

Der Verkehr in den Städten fühlt sich an wie ein Kampf – weil viele ihn dazu machen. Sie sind aggressiv, genervt, fühlen sich drangsaliert oder benachteiligt. Ob das Auto- oder Radfahrer stärker betrifft, ist ein großes Streitthema. Auf dem Rad bist du jedenfalls – nein, nicht der Schwächere, aber der Verletzlichere. Gerade deshalb: versuche, gelassen zu bleiben, nicht recht zu haben wollen, auch wenn du im Recht bist. Besonders, wenn du Vorfahrt hast: warte, bis sie auch wirklich gewährt wird. Ganz besonders, wenn LKWs rechts abbiegen und deinen Weg queren. 

9. Lass’ dich digital unterstützen!

Spezielle Fahrradcomputer für die Lenkstange gibt es schon lange, sie werden immer besser und (relativ) günstiger. Wenn du denkst, du brauchst so etwas nicht: probiere einfach mal aus. Diese tollen kleinen Geräte liefern Leistungsdaten, und sie navigieren dich bei Touren. Und zwar deutlich besser als Standard-Navi-Apps auf dem Smartphone, die auf Autos ausgerichtet sind. Es gibt, lokal und für längere Strecken, so viele schöne Fahrradrouten, die du vielleicht gar nicht wahrnimmst...

10. Fahr da, wo es erlaubt und vernünftig ist

Die große Reform der Straßenverkehrsordnung 1997 hat viel Verwirrung gestiftet, bis heute. Seitdem ist nicht mehr jeder Radweg benutzungspflichtig, sondern nur noch die mit dem blauen runden Rad-Schild (mit oder ohne dazu abgebildeten Fußgängern). Viele davon, abhängig davon, wie verantwortungsvoll die örtlichen Behörden arbeiten, sind kaum oder nicht benutzbar.  Deine Schwelle, um in diesem Fall (umsichtig!) auf die Fahrbahn zu wechseln, sollte sehr hoch sein. Das Gute: es wird besser. Die Radwege, und die Beschilderung.

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